Es ist schon eine Weile her, aber manches kann man nicht vergessen – kennt ihr das?

Beispielsweise einen wunderschönen Urlaub. Die Eindrücke sind auch noch nach Jahren präsent, weil diese Zeit und der Ort so besonders waren. Das geht mir bei Sri Lanka ebenso wie bei Kenia, aber auch der Peloponnes hat immer noch ein Stückchen meines Herzens gepachtet.

Es ist mir also ein extremes Bedürfnis, euch dorthin mitzunehmen. Wir waren längst dreifache Eltern, aber unsere Kids in einem Alter, in dem man ihnen das Alleinsein zumuten konnte. Mein Mann und ich sind gerne zu zweit unterwegs, damals brauchte ich noch viel Geduld, denn mein Profi-Fotograf fand natürlich an der abwechslungsreichen Küste (mindestens) Millionen Motive. Vermutlich ist dieses Warten, wenn ich nicht gerade im Fokus der Kamera stand, auch ein Grund für meine Fantasie: Ich hatte Zeit zu träumen.

Wandelt also auf unseren Spuren mit Elias und Yolanda, die sich am Flughafen von Kalamata das erste Mal über den Weg laufen. O Gott, wie jung wir waren, diese Fotos ... Schaut mit mir zurück auf eine schöne Woche und Erinnerungen, die mir bei der Recherche für ein, laut Testleserinnen ausgesprochen unterhaltsames Buch sehr geholfen haben.
Ich erinnere mich an romantische Nächte, entspannende Stunden am Meer, fantastisches Essen direkt am Strand von Paralio Astros oder in einer Taverna in Alt-Epidauros, aus der ich meine Haupt-Location, die »Taverna Asklepios«, gestrickt habe. Asklepios deshalb, weil Epidauros DIE Kultstätte für diesen griechischen Gott darstellt.













Wir fuhren mit einem zerbeulten Mietwagen (eine weitere Beule steuerten wir bei) die Küste entlang, besuchten die Ausgrabungsstätte Epidauros mit dem beeindruckenden Amphitheater, badeten an Fels- und Sandstränden, die manchmal uns ganz allein gehörten.Einsamer Kiesstrand
Der Urlaub mit meinem Mann fand übrigens im zweiten Jahr meiner Selfpublishing-Karriere statt, in dem die Romantikthriller »Vertraue mir« und »Tausche Traummann gegen Liebe« (Katie S. Farrell) und die Traumwandlerin-Saga (Ainoah Jace) entstanden sind. Ich war also auch fleißig am Tippen.
Eine weitere schöne Erinnerung ist die an Jolanda, die Tochter des Chefs meiner Mutter. Wir hatten in München schon einen guten Draht zueinander, sie lernte das Radfahren auf meinem Zwei-Gang-Klapprad, später schnappten wir uns auf dem Peloponnes, wo ich Jolanda und ihre Familie mit meiner Mutter besuchte, verbotenerweise das Mofa und stürzten natürlich. Das Ins-Haus-Schleichen, wo ein Helikopter-Papa auf uns wartete, nahm natürlich das vermutete Ende: Wir wurden erwischt und ärztlich versorgt.


Autorin beim Schreiben
Monika und Jolanda – Wilde Bikerinnen














Mein Mann und ich durften später in Jolandas Ferienwohnung urlauben, und wir haben auch wunderbarerweise heute noch Kontakt. Sie hat mich bei »Liebeschaos mit Tsatsiki« bei den Hochzeitsbräuchen beraten und bei der Aussprache mancher Wörter schon einmal vorab für das Hörbuch, das auch bis zum Sommer fertig sein soll. Efcharistó, meine Liebe!
Paralio Astros – ein griechischer Traumort
Warum eine RomCom? Ihr wisst, ich liebe es romantisch, Humor ist mir ebenso wichtig, und ich war früher ein großer Fan von Screwball-Liebeskomödien wie beispielsweise mit Doris Day.
Eine lebhafte Familie im Alltag in einer Taverna, romantische und leidenschaftliche Liebe und Eifersucht, Verwechslungen und Fehleinschätzungen, Freundschaft und Loyalität, als ein Unfall passiert und jeder Plan erst einmal ad acta gelegt werden muss – das alles findet ihr in »Liebeschaos mit Tsatsiki«. Ihr findet das E-Book bei Amazon, das Taschenbuch gibt es in unserem Shop auf https://www.eyedoo.biz/shop/Liebesromane, online und über jede Buchhandlung zu bestellen.

Ganz viel Spaß in Griechenland wünscht euch Isabelle

Schnuppert doch mal in die Leseprobe rein.
Yolanda hat Elias am Flughafen geholfen und ihn als Anhalter mitgenommen. Diese Tatsache hat sie bei ihrer Familie heruntergespielt und Elias als beinahe hilflos hingestellt. Nun holt sie ihre Notlüge ein, als sie bei einer Familienzusammenkunft nach einem Unfall ihres Bruders und Kochs die Taverna organisieren soll. 

Und hier eine kurze Leseprobe aus »Liebeschaos mit Tsatsiki«:

»Entschuldigung, ich spreche nur sehr wenig griechisch«, erwiderte eine Stimme, die mir bekannt vorkam, auf Englisch. Ich wandte mich um und erspähte einen lächelnden Elias, der am Nebentisch stand.
»Elias, was machst du denn hier?«
Ich erhob mich und schüttelte ihm die Hand. Dann stellte ich ihn der Mannschaft vor.
»Das ist Elias, den ich gestern vom Flughafen mit nach Paralio Astros genommen habe. Warst du mit dem Mietwagen erfolgreich?«
»Ja, und ich wollte nach Epidauros fahren. Da dachte ich, ich kann vielleicht bei euch zu Mittag essen, oder falls du frei hast, dich besuchen.«
»Er ist hilflos?«, raunte mir mein Onkel zu, dessen Mundwinkel vor Amüsement zuckten. Ich warf Sotirios einen strafenden Blick zu. Na gut, so hilflos wirkte Elias gerade nicht. Da niemand antwortete, ihn aber alle beobachteten, sprach Elias irritiert weiter.
»Ich weiß nicht, ob Sie mich verstehen, aber Yolanda hat mir gestern sehr geholfen.«
»Und jetzt hat sie leider keine Zeit. Wir haben zu tun«, fertigte ihn Leonidas unhöflich ab.
»Du musst nicht Georgios als Wachhund ersetzen«, fuhr ich meinen Cousin auf Griechisch an.
»Muss ich sehr wohl. Ich weiß genau, dass es ihm nicht recht wäre. Du kennst den Kerl nicht.«
»Bis heute Spätnachmittag habe ich frei, schon vergessen?«
Mein Neffe Jannis sah neugierig zwischen uns hin und her. Eine größere Lautstärke in Diskussionen war in der Familie normal, aber wir achteten normalerweise streng darauf, dass nicht in Gegenwart des Kleinen gestritten wurde. Ich seufzte, mäßigte meinen Ton und erklärte an Elias gewandt:
»Entschuldige bitte, das war nicht so gemeint. Unsere Nerven liegen gerade etwas blank. Mein freier Tag ist gestrichen und die Taverna ausnahmsweise geschlossen. Mein Bruder, der Koch, hatte gestern Abend einen Unfall in der Küche und fällt aus. Wir besprechen gerade, wie es weitergeht. Aber setz dich doch. Möchtest du etwas trinken?«
Er schüttelte den Kopf, seine sanften Augen musterten die Runde am Tisch, und er lächelte. »Ich will euch nicht stören, wenn ihr schon so viel Stress habt. Es tut mir sehr leid. Ich hoffe, dein Bruder ist nicht schlimm verletzt.«
Unsere Sous-Köchin Despina erhob sich und bot in Deutsch mit Akzent an:
»Natürlich bekommen Sie etwas zu trinken, was hätten Sie gerne?«
Sie strahlte ihn an, was er erwiderte. Ich kniff die Augen zusammen, als Elias ein Wasser bestellte und Despina davoneilte. Sotirios lachte.
»Er hat ein hübsches Lächeln, das meintest du wohl mit hilflos?«
»Ich würde sagen, wir sind nicht weiter unhöflich. Wir sprechen seine Sprache alle gut genug, damit Elias sich nicht ausgeschlossen fühlen muss«, gab ich auf Deutsch die Richtung vor.
»Bist du sicher, dass er alles verstehen soll?«, war der letzte griechische Einwurf, den sich Leonidas nicht verkneifen konnte. Er grinste Elias an und sagte fehlerlos:
»Hattest du keine Angst, zu einer Fremden ins Auto zu steigen? Griechische Frauen haben viel Temperament, weißt du, sie sind gefürchtet.«
Sotirios lachte, und Elias warf einen Blick auf mich, bevor er schmunzelnd antwortete.
»Yolanda war sehr hilfsbereit und ich in diesem Moment völlig überfordert.«
»Quasi hilflos. Sehr gefährlich in Griechenland«, setzte Leonidas seine Fopperei fort, weshalb ich mit einem der Sandförmchen nach ihm schlug. Jannis’ Augen wurden groß. Oje, ich war kein gutes Vorbild.
»Ich sehe schon …«, murmelte Elias, aber seine Augen lachten ebenfalls. Despina brachte ihm das Wasser, und ich zog einen weiteren Stuhl an den Tisch.
»Setz dich doch.«
Er kam meiner Aufforderung mit einem Lächeln nach und bedankte sich mit einem freundlichen »efcharistó«.
»Was sagen wir deinen Eltern über den Unfall?«, erkundigte sich Leonidas.
Ich seufzte. »Ich rufe sie an, sobald wir wissen, ob ich eine Aushilfe bekomme. Ansonsten so wenig wie möglich, so viel wie nötig.«
Die Blicke von Despina und Leonidas kreuzten sich, die beiden nickten. Doch sowohl Elias als auch mein Onkel hatten mitbekommen, dass wir nicht alles erzählt hatten.
»Später!«, sagte ich rasch zu Sotirios, der die Augenbrauen hochzog.
»Ich könnte aushelfen«, sagte Elias neben mir. Alle starrten ihn an.
»Das ist nett, aber ein sehr stressiger Job, außerdem musst du doch deine Masterarbeit fertigstellen, oder?«, bedankte ich mich. Wie süß von ihm. Doch er winkte ab.
»Das eilt nicht. Eine oder zwei Wochen später macht gar nichts. Ich habe Erfahrung, habe in München oft in Cafés gejobbt. Ich weiß, dass es stressig ist und man flott sein muss. Ich revanchiere mich gerne für deine Hilfe.«
Er sah mich an, und wieder einmal fing mich die Wärme seiner Augen ein.
»Du hast mich schon zum Essen eingeladen, wir sind quitt. Außerdem kann man das wirklich nicht vergleichen«, murmelte ich.
»Weiß Georgios, dass ihr essen wart?«, kam es völlig überflüssig von der Seite.
»Halt dich raus!«, fuhr ich Leonidas an. »Ohne dein Verhalten wären wir gar nicht in dieser Lage.«
»Das mag sein, aber deswegen brauchen wir hier keinen Urlauber, der es auf einen Flirt mit dir abgesehen hat.«
»Ähm …«, versuchte Elias, dazwischen zu gehen. Es war mir schon lange nichts mehr so peinlich gewesen wie diese Situation.
»Es reicht!«, donnerte es nun völlig ungewohnt aus der Richtung meines Onkels. »Ruhe!«
Jannis stieß ein Wimmern aus, und ich nahm ihn rasch auf den Arm.
»Alles gut, Süßer. Wir hören schon wieder mit der Schreierei auf.«
»Ich bin der Familienälteste, solange mein Bruder nicht da ist. Wenn ihr euch nicht wie Erwachsene absprechen könnt, bestimme ich, wie es laufen wird. Leonidas und Despina kochen. Wir bauen fünf Tische ab und nehmen die Hilfe des jungen Mannes hier probeweise an. Falls er es schafft und es mit euch aushält, beschäftigen wir ihn, bis eure Eltern zurückkommen. Die freien Tage für Familienangehörige sind bis dahin gestrichen. Elias und Despina haben am Dienstag und Donnerstag mittags frei, da ist es ruhiger, und ich helfe an diesen Tagen aus.«
»Du?«, fragten alle außer Elias und Jannis zugleich erstaunt. Die dunklen Augenbrauen meines Onkels zogen sich unheilvoll zusammen.
»Ja, ich! Oder habt ihr den Eindruck, dass ich zu dumm dazu bin? Ich kann Getränke vorbereiten und Essen ausliefern, wer mit mir im Service ist, nimmt die Bestellungen auf diesen modernen Geräten auf und kassiert.«
Wir starrten ihn nach wie vor perplex an.
»Äh, ja, wenn du meinst …« So schnell war meine Rolle als Kommandeurin des Schiffs mit Schlagseite dahin.


Am 14. Januar 2026 ist es so weit: Dann findet ihr »Liebeschaos mit Tsatsiki« in den Buchhandlungen und online.

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